Dienstag, 17. Oktober 2017

Forchheimer Triathleten sind die erfolgreichsten Süddeutschlands

Gemessen an der Anzahl der Ligateams und deren Erfolg gab es 2017 keinen anderen Verein im süddeutschen Raum der erfolgreicher war als der SSV Forchheim. Mit gleich drei Herren- und einem Damenteam mischten die Dreikämpfer regional und überregional die Szene auf. Am Ende standen zwei Aufstiege zu Buche.

Eine makellose Saison mit ausschließlich ersten und zweiten Plätzen in den Tageswertungen bescherte den SSV Damen den Titel „bayerische Mannschaftsmeisterinnen“. Sie gewannen die Regionalliga und werden nächste Saison in der 2. Bundesliga an der Startlinie stehen. War man 2015 noch freiwillig in die Bayernliga abgestiegen als sich Leistungsträgerin Lena Gottwald einem Bundesligisten angeschlossen hatte, schaffte man auf Anhieb den Wiederaufstieg – auch Dank eines phänomenalem Triathlondebüts der ehemaligen Leistungsschwimmerin Hanna Krauß. 2017 kehrte Gottwald in das Team von Juliane Gärtner zurück und es gelang der Durchmarsch in die 2. Bundesliga.

Dort werden sie die Wettkämpfe gemeinsam mit dem ersten Herrenteam bestreiten, welchem heuer eine Zitterpartie um den Klassenerhalt erspart blieb. In zwei der fünf Rennen gelang sogar eine Platzierung unter den sechs besten Teams der Liga. Keinen unwesentlichen Anteil daran hatten die Neuzugänge Andreas und Christoph Prem. Ein Highlight war sicherlich auch der Start von Triathlon-Profi Andreas Dreitz für den SSV. Der Oberfranke pflegt seit Jahren ein freundschaftliches Verhältnis zu einigen SSV Athleten.


Dem zweiten Herrenteam gelang eine ordentliche zweite Regionalligasaison. Mit dem achten Platz ließ man ebenso viele Teams hinter sich wie man vor sich hatte. 2018 wird Frank Müller als Mannschaftsführer durch die Regionalligasaison leiten. Kapitän Steffen Lotter übernimmt das erste Herrenteam von Ralf Gärtner, welcher pausieren wird.

Den Aufstieg durfte auch das dritte Forchheimer Herrenteam bejubeln. Nachdem man im Jahr zuvor im letzten Rennen noch abgefangen wurde, konnte man sich nun deutlich vom dritten und nicht mehr aufstiegsberechtigten Rang absetzen und die Vizemeisterschaft in der Landesliga feiern. Nächste Saison stehen dann die Wettkämpfe der Bayernliga im Kalender.

Aktuell befindet man sich in der Planung für die Saison 2018. Besonders erfreulich ist das hohe Interesse bei den Damen. Voraussichtlich wird der SSV 2018 erstmalig zwei Damenteams melden. Auch ein viertes Herrenteam ist nicht ausgeschlossen. Die Jugendlichen aus dem Liganachwuchsteam bereiten sich ebenso auf ihren ersten Ligastart vor.

Wahlen in der SSV Triathlon-Abteilung

Auf der Abteilungsversammlung am 22. September trat Ralf Gärtner nicht mehr an. Neuer Abteilungsleiter ist Michael Stirnweiß. Sein Stellvertreter bleibt mit Wolfgang Gößwein der gleiche. Außerdem wurden Manuel Heilmann als Schatzmeister und Harald John als Vertreter der Übungsleiter gewählt.


Dienstag, 3. Oktober 2017

SSV Triathleten erfolgreich im Triathle

Wenn man die Sportart „Triathle“ googelt, erkennt die Suchmaschine einen Rechtschreibfehler und verweist mit „Meinten sie...“ auf „Triathlon“. Es scheint also nicht verwunderlich, dass sich einige Triathleten des SSV Forchheim zur Internationalen Deutschen Meisterschaft im Triathle nach Weiden aufmachten, um die Saison mit einem für sie neuen Format des Triathlons ausklingen zu lassen. Offiziell ist Triathle beim Verband für Modernen Fünfkampf aufgehängt.
Unbekümmert und ohne spezifische Vorbereitung begaben sich Mannschaftskapitän Ralf Gärtner und Co. nach Weiden ins Schätzlerbad und trafen dort auf rund 90 Athleten aus ganz Deutschland, Kasachstan, der Slowakei und Tschechien. Aus Kasachstan war sogar die Nationalmannschaft angereist, um ihre Form für die WM zu testen.

Natürlich hatten sich die Forchheimer im Vorfeld mit den Unterschieden zum Triathlon auseinandergesetzt. Anstatt die Gegner mit einem Fahrrad zu jagen, bestand die größte Herausforderung nun darin, fünf zehn Meter entfernte Scheiben mit einer Laserpistole zu treffen. Nach fünf erfolgreichen Treffern bzw. nach 50 Sekunden für schlechte Schützen, durfte man zur Belohnung in das zwölf Grad kalte Wasser des Weihers springen, um die verkürzte Wendepunktschwimmstrecke von 50 Meter zu bewältigen. Nach einem schnellen Wechsel in die Laufschuhe ging es danach auf die 800 Meter lange Laufstrecke um den Weiher wieder an den Schießstand. Insgesamt waren vier solche Runden ohne Pause zu absolvieren.

Während die einen ihre privaten Pistolen auspackten und die fünf Scheiben in Björndalen Manier in 20 Sekunden wegknipsten, ließen sich die Forchheimer den Lademechanismus erklären bevor sich einer nach dem anderen an den Schießstand traute und verzweifelte. In Folge dessen hat man das Einschießen relativ schnell sein lassen und sich lieber in bekannter Art und Weise warmgelaufen.
Um den Titel des Internationalen Deutschen Meisters im Triathle kämpften für den SSV Forchheim Ralf Gärtner, Steffen Lotter, Robert Braun und Christopher Dels, der sich hier die letzte härte für die anstehende Ironman WM auf Hawaii holen wollte. Beim ersten Schießen gelang es lediglich Lotter fünf Treffer zu verbuchen, wodurch er nicht weit hinter den anderen Teilnehmern ins Wasser ging. Gärtner, Braun und Dels wurden nach 50 Sekunden vom Schießstand erlöst und begannen eine Aufholjagd von den letzten Plätzen. Bereits in der ersten Runde konnten die Forchheimer durch ihre Laufstärke wieder zum Feld aufschließen und sich sogar im Mittelfeld festigen bis es wieder an den Schießstand ging. Ab diesem Zeitpunkt ist es keinem Forchheimer mehr gelungen die fünf Scheiben zu treffen, weshalb sie immer wieder mit einen Rückstand in die Runde gestartet sind. Chris Dels gelang es aufgrund seiner ausgezeichneten Laufform den Rückstand auf der Laufstrecke immer so weit zu verkürzen, dass er kurz vor dem Ziel den Erstplatzierten abfing und sich den Titel des Internationalen Deutschen Meister im wahrsten Sinne des Wortes „erlief“. Trotz eines überschaubaren Trainingsaufwands sicherte sich Gärtner vor Steffen Lotter und Robert Braun den Dritten Platz.


Dieser Ziehharmonika-ähnliche Rennverlauf drückte auch dem Damenrennen, in dem Hanna Krauß für den SSV startete, seinen Stempel auf. Obwohl sie aufgrund der kurzen Schwimmstrecke ihre Stärke im Wasser nicht ausspielen konnte, schaffte sie es ähnlich wie Dels den Rückstand vom Schießen auf der Laufstrecke immer wieder so zu minimieren, dass es für Platz zwei reichte.




Und auch die SSV Jugend war durch Julian Meissner und Martin Meyer Ter Vehn vertreten. Für die beiden Youngsters galt es vorrangig den schnellen Wechsel vom Schwimmen auf das Laufen zu trainieren und den Wettkampf als harte Trainingseinheit zu nutzen. Wie auch die Teamkollegen des SSV, mussten Martin und Julian am Schießstand die maximale Dauer von 50 Sekunden warten und zusehen, wie sich die Konkurrenz mit einem deutlichen Vorsprung das kalte Wasser durchschwamm. Die Laufstärke der beiden konnte den Vorsprung auf die acht enteilten internationalen Athleten nicht mindern. Nach vier Mal Schießen-Schwimmen-Laufen sicherte sich Martin und Julian den neunten und zehnten Platz.

Mittwoch, 6. September 2017

Unachtsamkeit bringt SSV um den verdienten Lohn

Im letzten Wettkampf der 2. Bundesliga Süd im hessischen Baunatal zeigte das erste Herrenteam des SSV Forchheim eine ansprechende Leistung. Um den Lohn brachten sie sich jedoch selbst als sie beim Radfahren aufgrund einer Unachtsamkeit disqualifiziert wurden.

Mit Ralf Gärtner, Manuel Heilmann, Michael Kalb, Florian Loos und Steffen Lotter fuhr ein schwimmstarkes Aufgebot zum Teamrennen nach Nordhessen. Erst Lotter und dann Kalb führten das Team in 9:34 Minuten über die 750 Meter im Sportbad zunächst auf Rang vier.

Mit den Schwimmabständen ging es wenig später im Jagdstart auf die drei Radrunden à sieben Kilometer. Harte Platzkämpfe waren vorprogrammiert, da das viert- und zehntplatzierte Team in diesem Moment nur 27 Sekunden trennten. So war man schnell in kräftezehrende Positionskämpfe verwickelt und immer bedacht, den Windschattenabstand von 25 Metern zu den anderen Teams einzuhalten.



Die Kampfrichter hatten alle Hände voll zu tun. Der Sturz eines Erlangers in einer gefährlichen 90-Grad-Kurve ging glimpflich aus, doch ab diesem Zeitpunkt wurde die Passage besonders aufmerksam kontrolliert. Hohe Anfahrtsgeschwindigkeiten auf die Kurve sorgten dafür, dass einige Teams diese schnitten und unerlaubt die Mittellinie überfuhren. Auch die Forchheimer machten sich schuldig.

Durch eine gute Tempovorgabe von Gärtner, Heilmann und Kalb kam das Team als Fünftes in die zweite Wechselzone. Mit den vorderen Teams konnte man läuferisch zwar nicht mithalten, doch es entwickelte sich gegen Trier und Erlangen ein spannender Kampf im Mittelfeld. Die laufstarken Gärtner und Kalb hakten sich mit zusätzlichen Startnummernbändern in das von Lotter ein und konnten ihn so auf das Tempo von Heilmann bringen. Loos, der sich am Rad tapfer schlug, ließ zu Beginn der fünf Laufkilometer abreisen.

Die SSVler brachten schließlich einen wertlosen siebten Platz ins Ziel, denn das Vergehen auf der Radstrecke wurde von den Kampfrichtern bildlich festgehalten und führte schließlich zur Disqualifikation. Einzig die Tatsache, dass insgesamt sechs der 14 Teams wegen diesem oder ähnlichem Fehlverhalten qualifiziert wurden, ließ den Ausschluss nicht so sehr ins Gewicht fallen und machte ihn ein wenig erträglicher. So wurde man als Neunter gewertet.


Gedrückt zeigte sich indes Kapitän Ralf Gärtner, der 2018 eine Triathlonpause einlegt und in seinem vorerst letzten Ligarennen unbedingt noch den Sprung auf einen einstelligen Tabellenplatz erreichen wollte. Dieser blieb den SSVler jedoch verwehrt. Nach fünf Wettkämpfen belegt man in der Abschlusstabelle Rang zehn.

Montag, 28. August 2017

SSV kommt stark aus Sommerpause zurück


Nach zunächst verheißungsvollem Saisonauftakt musste sich das erste Forchheimer Herrenteam mit Tabellenplatz zwölf unter den 14 Teams der 2. Bundesliga Süd zur Sommerpause vorerst zufrieden geben. Umso erwartungsfreudiger blickte man auf das anstehende Teamrennen in Viernheim, bei welchem man in Bestbesetzung antrat.

Mit Ralf Gärtner, Manuel Heilmann, Andreas und Christoph Prem sowie Michael Kalb lief eine sehr homogene Truppe beim Teamwettkampf in Südhessen auf. In 30-sekündigen Startabständen wurden die Teams auf die Sprintdistanz geschickt, wobei die Einlaufzeit des vierten Athleten für das Team gewertet wurde. Windschattenfahren war nur im eigenen Team erlaubt.



Die SSVler kamen gut in den Wettkampf. Angeführt von den Brüdern Prem absolvierte man die 750 Meter im Becken als viertschnellstes Team. Und auch auf den 20 Kilometern am Rad gab es nur drei Teams welche die Strecke schneller zurücklegen konnten. Auf dem verwinkelten und im schlechten Zustand befindlichen Radkurs fanden die Forchheimer erst nach zwei von sechs Runden ihren Rhythmus. Danach konnten speziell Kalb und Gärtner Druck machen.



Bei den abschließenden fünf Kilometern zu Fuß hatten dann Heilmann und Andreas Prem mit Seitenstechen zu kämpfen. Heilmann musste abreisen lassen, Prem biss sich durch. Zu einer optimalen Laufzeit reichte es für das Team jedoch nicht mehr. So verlor man schließlich noch zwei Plätze und landete nach 1:00:41 Stunden denkbar knapp mit nur einer Sekunde Rückstand auf Kleinostheim auf Rang sechs.




Die zweitbeste Saisonleistung lässt die Forchheimer in Tabelle nun wieder etwas klettern. Den zehnten Rang im Gesamtklassement möchte man am kommenden Wochenende im letzten Rennen in Baunatal verteidigen. Der Klassenerhalt scheint indes gesichert.

Dienstag, 8. August 2017

SSV Damen gelingt Durchmarsch – Aufstieg in die 2. Bundesliga

Ein ungefährdeter zweiter Platz im letzten Saisonrennen reicht den Forchheimer Damen um ihren komfortablem Vorsprung in der Tabelle zu verteidigen und sich zu den bayerischen Mannschaftsmeisterinnen zu küren. Der Sieg in Bayerns höchster Triathlonliga ermöglicht dem Liganeuling außerdem den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Tags zuvor rief das dritte Herrenteam seine beste Saisonleistung in der Landesliga ab und sicherte sich damit das Aufstiegsrecht in die Bayernliga.


Juliane Gärtner, Lena Gottwald, Vera Krammel und Hanna Krauß. Foto: Tim Pistor
Regionalliga, Damen

Platz vier hätte den Forchheimerinnen Juliane Gärtner, Lena Gottwald, Vera Krammel sowie Hanna Krauß beim Teamsprint (0,75/22/5km) in Regensburg bereits zur Meisterschaft vor ihren stärksten Konkurrentinnen vom Racing Aloha Team aus Immenstadt gereicht. Bei diesem Mannschaftswettkampf wird die Zeit der dritten Athletin eines Team gewertet.

Hanna Krauß als Führende beim Schwimmen.
Dass die Immenstadterinnen von Beginn an alles auf eine Karte setzen und den Tagessieg anvisieren würden, war zu erwarten. Sie mussten außerdem auf einen Ausrutscher der Forchheimer Damen hoffen. Doch auch die Oberfränkinnen gingen das Rennen mit offenem Visier an. Krauß mit Abstand vorne weg und dann eine Spitzengruppe mit Gottwald, Gärtner sowie drei Athletinnen von Racing Aloha hinterher. Krammel fehlten beim Schwimmausstieg nur wenige Sekunden die Gruppe zu erreichen. Doch die waren genug, um den Anschluss am drei Kilometer langen Anstieg zu Beginn der Radstrecke zu verlieren. So hatten die beiden favorisierten Teams ihre Joker bereits früh gezogen und ihre vierten Teammitglieder zurückgelassen. Gottwald und die Immenstadterin Hitz machten folglich am Rad das Tempo in der Spitzengruppe, in der sich noch einzelne Athletinnen anderer Teams befanden. Sie konnten bald zu Krauß aufschließen.
 
Die Forchheimer Damen beim Wendepunkt auf der Laufstrecke. Foto: Tim Pistor


Bis zur Wechselzone am Donauufer konnte sich kein Team entscheidend absetzen und so fiel die Entscheidung auf der Laufstrecke. Hier waren es die Damen aus dem Allgäu, die das Tempo von Beginn an hoch hielten. Zu hoch als dass es die Forchheimerinnen hätten mitgehen können. Mit fortschreitendem Rennverlauf wurde immer klarer, dass der Tagessieg für die SSVlerinnen nicht zu holen ist. Dem großen Ziel der Meisterschaft kamen sie jedoch mit jedem Schritt näher. Letztlich liefen sie überglücklich als Tageszweite im Ziel ein (1:12:59 Std.) und freuten sich über eine äußerst erfolgreiche Saison als Aufsteiger in der Regionalliga, welche man nach nur einem Jahr schon wieder in Richtung 2. Bundesliga verlässt.

Katharina Lang, Vera Krammel, Juliane Gärtner, Lena Gottwald und Hanna Krauß freuen sich über die Meisterschaft in der Regionalliga. Foto: Tim Pistor

Regionalliga, Herren

Michael Stirnweiß wartet wartet auf den Schwimmstart.
Foto: Tim Pistor
Das gleiche Format und die gleiche Distanz standen auch den Herren bevor. Einzig gehen bei den Männern fünf Athleten an den Start. Für Andreas Kalb, Steffen Lotter, Christian Seeberger, Thomas Schmidt und Michael Stirnweiß galt es den viertschnellsten Athleten des Teams möglichst schnell ins Ziel zu bringen.
 
Andreas Kalb beim Schwimmausstieg.
Steffen Lotter. Foto: Tim Pistor


Thomas Schmidt und Michael Stirnweiß führen
ihre Radgruppe in Wechselzone 2. Foto: Jana Deeg
Aufgrund der unterschiedlichen individuellen Stärken war das Forchheimer Team nach dem Schwimmen erwartungsgemäß gespalten. Die schwimmstarken Kalb und Lotter konnten den anspruchsvollen Radkurs in der Spitzengruppe zurücklegen, während erst Schmidt, Stirnweiß und schließlich Seeberger im hinteren Mittelfeld aus dem Wasser kamen. Seeberger als stärkster Radfahrer konnte die Lücke zu seinen Teamkollegen gleich am Anstieg schließen und man fand sich folglich in einer großen Radgruppe mit zahlreichen anderen Athleten wieder.


Steffen Lotter vorsorgt sich an der Verpflegungsstelle.
Foto: Jana Deeg
Christian Seeberger kühlt sich ab. Foto: Jana Deeg
In der Folge tat sich bis zum zweiten Wechsel wenig. Lotter und Kalb waren mit anderthalb Minuten Vorsprung in die Laufschuhe geschlupft. Ihre Teamkollegen sollten die Lücke dann auf der Laufstrecke schließen. Die schnellste Laufzeit im Team legte Stirnweiß hin gefolgt von Seeberger. Doch es gelang ihnen nicht den Rückstand nach vorne vollständig zuzulaufen. So traf man sich wenige Meter vor dem Ziel für den gemeinsamen Zieleinlauf als siebtes der 15 Teams (1:08:14 Std.). Die zweite Herrengarde des SSV landet bei jedem der fünf Wettkämpfe in Bayerns höchster Triathlonliga somit zwischen Rang sechs und zehn, was in der Endabrechnung einen souveränen achten Platz bedeutet.

Seeberger, Stirnweiß, Kalb und Lotter beim Zieleinlauf. Foto: Tim Pistor

Landesliga, Herren

Wie 2016 stand man vor dem letzten Wettkampf in Kitzingen auf dem zweiten Tabellenplatz, welcher zum Aufstieg in die Bayernliga berechtigt. Doch der Ausgang des Rennens sollte ein anderer werden als im Vorjahr als man schließlich noch auf den undankbaren dritten Rang abrutschte.

Simon Koch am Mainufer.
Das dritte Forchheimer Herrenteam stand beim Abschlussrennen mit Chris Dels, Thomas Huberth, Simon Koch und Florian Loos an der Startlinie. Zu bewältigen galt es eine Sprintdistanz (0,6/20/5km) ohne Windschattenfreigabe. Das Schwimmen flussabwärts im Main gelang Loos am schnellsten aller 64 Landesligaathleten. Doch auch Dels und Koch verschafften sich eine gute Ausgangslage im Verfolgerfeld. Huberth verließ im Mittelfeld das Wasser.

Die Streckenführung des Radkurses war etwas eigenwillig, denn sie kreuzte sich an einer Stelle. Dass an dieser Gefahrenstelle besondere Aufmerksamkeit geboten war, war den Athleten bewusst. Glücklicherweise waren die Forchheimer Athleten in keinem Unfall involviert. Dafür wurde die Spitzengruppe um Dels, der am Rad bis auf Platz zwei vorgefahren war, kurz vor der Wechselzone falsch geleitet und musste einen Umweg auf sich nehmen. In diesem Moment zog die Verfolgergruppe um Koch vorbei. Loos verlor sowohl am Rad als auch auf der Laufstrecke zahlreiche Plätze während sich Huberth Platz für Platz nach vorne kämpfte.

Chris Dels bei der Aufholjagd.
Mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch versuchte Dels zu Fuß noch einmal alles. Die schnellste Laufzeit des Tages brachte ihm immerhin noch Rang sechs ein (Swim 8:04 – Bike 33:48 – Run 16:51 – Gesamt 58:43 Min.). Koch, ebenfalls mit starker Laufzeit, lief sogar als Vierter ein (8:08 – 31:47 – 18:02 – 57:57). Auch Huberth spielte seine Laufstärke aus und schob sich noch bis auf Rang 18 vor (9:20 – 33:44 – 18:29 – 1:01:33), Loos wurde 29. (7:16 – 35:15 – 20:22 - 1:02:53). Mit dem zweiten Platz in der Tageswertung verteidigten die SSVler auch in der Abschlusstabelle den selbigen Rang hinter Bamberg, das alle Rennen gewann. Damit sichert sich Forchheim nach einer tollen Saison das Aufstiegsrecht in die Bayernliga.

Chris Dels, Simon Koch, Florian Loos und Thomas Huberth.