Montag, 16. Januar 2017

Weiterer Neuzugang bei den SSV Damen

Das Damenteam des SSV Forchheim stellt die gebürtige Bambergerin Katharina Lang als vierten Neuzugang vor. Für die 28-Jährige endet damit ein Kapitel am anderen Ende der Welt.

SSV Forchheim: Herzlich willkommen, liebe Katha! Du bist der erste Damen-Neuzugang für 2017, der vorher noch nicht für den SSV gestartet war. Deswegen freut es uns ganz besonders, dich bei uns begrüßen zu dürfen. Und wenn man es genau nimmt, bist du auch der erste internationale Zugang. Wie kommt’s?

Katha Lang: Ich bin vor knapp zweieinhalb Jahren beruflich nach Australien gekommen. So schön das Land und das (Triathlon-)Leben hier auch ist, ist es leider doch etwas zu weit weg von Deutschland und ich möchte meine Familie und Freunde wieder öfters sehen. Den australischen Sommer hätte ich gerne noch mitgenommen, aber es hat sich eine gute Gelegenheit bei Bosch in Bamberg ergeben und da konnte ich nicht nein sagen.


SSV Forchheim: Kennst du bereits jemanden aus dem Team?

Katha Lang: Mit Lena und Ralf habe ich in Bamberg studiert und habe dadurch auch Michi und Juliane kennengelernt. Und da ich vor Australien beim SV Bamberg geschwommen bin, kenne ich Flo und Hanna vom Schwimmen.

SSV Forchheim: Nun bist du ja nicht etwa neu in unserem Sport, sondern hast dich bereits über alle Distanzen ausprobiert. In der Liga erwarten dich kurze Distanzen und es kommt häufig auf eine geschlossene Teamleistung an. Wo glaubst du, dass du dem Team weiterhelfen kannst?

Katha Lang: Da ich nicht die schnellste Läuferin bin, kann ich die Mädels hoffentlich vor allem beim Schwimmen und Radfahren unterstützen.


SSV Forchheim: Hast du neben den Ligarennen noch weitere Wettkämpfe ins Auge gefasst?

Katha Lang: Da mir die längeren Distanzen gut liegen, möchte ich auf jeden Fall bald wieder eine Halbdistanz machen - wahrscheinlich den Ironman 70.3 in Zell am See im August.

SSV Forchheim: Vielen Dank, liebe Katha, und viel Erfolg in 2017!


Die Kaderplanung unserer Damen ist damit abgeschlossen. Zum Aufstiegsteam von 2016 stoßen mit Lena Gottwald, Juliane Müller, Sonja Müller und Katharina Lang vier weitere starke Neuzugänge. Sind wir gespannt, wie sich dieses Team in der Regionalliga schlagen wird!

Dienstag, 6. Dezember 2016

Lena Gottwald is back!

Die Siegerin des Stadttriathlon Forchheim wird das Damenteam des SSV Forchheim verstärken, mit dem sie bereits vor zwei Jahren auf Punktejagd ging. Nach einem einjährigen Intermezzo in der 1. Bundesliga kehrt die 21-Jährige nun zurück zu den Forchheimerinnen, die sich mit dem ersten Platz in der Bayernliga das Aufstiegsrecht in die Regionalliga erkämpft hatten. Von diesem werden sie nun auch Gebrauch machen.

SSV Forchheim: Willkommen zurück bei den Sahneschleckern, liebe Lena! Nachdem Du vor zwei Jahren bereits für unser Damenteam in der Regionalliga gestartet warst, trennten sich die Wege. Für dich ging es zu Tristar Regensburg in die 1. Bundesliga, die Damen des SSV stiegen – auch durch Deinen Weggang bedingt – freiwillig in die Bayernliga ab. Die Saison 2017 wirst Du nun wieder mit den SSV-Damen auf Punktejagd gehen. Wie kam es dazu?

Lena Gottwald: Die Entscheidung des Tristar Regensburg, nicht in der 1. Bundesliga zu bleiben und dort alles zu geben, um nochmal zu versuchen, den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu erreichen und die damit verbundene Einstellung der Athleten kann ich nicht unterstützen. Ich gehe lieber für einen Verein an den Start, bei dem ich weiß, dass die anderen Athleten mindestens genauso viel Ehrgeiz zeigen und Motivation mit in die neue Saison bringen wie ich. Deshalb freue ich mich den SSV beim Aufstiegskampf unterstützen zu dürfen.

SSV Forchheim: Du sprichst von Aufstiegskampf, wohlwissend, dass die SSV-Damen gerade erst aus der Bayernliga in die Regionalliga aufgestiegen sind. Was macht Dich da so sicher?

Lena Gottwald: Ich zähle auf ein starkes Team u.a. mit Hanna Krauß, die sicher auch in der Regionalliga Top-Platzierungen einfahren wird, sowie Juliane Müller, die nach ihrer Babypause wieder zum Team stößt.

SSV Forchheim: Welche Ziele hast du Dir für 2017 gesteckt, mit dem SSV als auch für Deine privaten Rennen?

Lena Gottwald: Ganz klar: Spaß am Sport! Ich werde an so vielen Ligarennen teilnehmen wie möglich. Dabei Podestplätze in der Teamwertung der Regionalliga mit den SSV Damen zu erreichen, wäre natürlich super und auch absolut machbar, da wir ja sehr gut besetzt sind. Größere Wettkämpfe außerhalb des Ligabetriebs sind erstmal nicht geplant, vielleicht die Saison danach, wer weiß wo der Weg hinführt...

SSV Forchheim: Na da sind wir aber gespannt. Wir freuen uns sehr, Dich wieder in der SSV Familie zu haben und wünschen Dir und dem Team eine erfolgreiche Saison 2017.

Neben Gottwald und Teamleiterin Juliane Müller kehrt auch Sonja Müller nach ihrer Babypause zurück zum Team.

Montag, 5. Dezember 2016

Triathlon Nachwuchs des SSV lässt aufhören

Den Start in die Laufsaison nutzten einige Jugendliche der Triathlon-Nachwuchsgruppe des SSV Forchheim, um neben dem neu etablierten Schwimm- und Lauftraining erste Wettkampfluft zu schnuppern. Auf Anhieb war die 3 x 7 Kilometer-Staffel um Julian Meissner, Martin Meyer Ter Vehn und dem Jugendtrainer Steffen Lotter beim Herbstlauf Schloss Thurn erfolgreich und gewann die Halbmarathon-Staffelwertung (1:27:54 h).


Bei den Erwachsenen tat es ihnen Ralf Gärtner bei seiner Vorbereitung auf den Frankfurt Marathon gleich. Er gewann die Einzelwertung des Halbmarathons in 1:17:06 h. Thomas Schmidt und Robert Braun folgten auf den Plätzen sieben und acht. Über die Sieben-Kilometer-Distanz musste sich Michael Stirnweiß in 24:51 Minuten dem zwölf Sekunden schnelleren Clemens Gundermann von der LG Forchheim geschlagen geben. Mit Manuel Heilmann (4.), Wolfgang Gößwein (8.) und Christian Seeberger (10.) folgten weitere SSV-Athleten in den Top 10. Bei den Damen gewann Hanna Krauß in 26:14 Minuten deutlich.


Eine Woche später zog es die Forchheimer zum Swim and Run nach Bayreuth. Hier überraschte Maxim Jakimenko in der Alterklasse 2001-2004, der nach einer tollen Laufleistung in 13:58 Minuten gewann. Daniel Radovanovic absolvierte die 300 Meter Schwimmen und 2,5 Kilometer Laufen in 14:46 Minuten und sicherte sich Rang drei.


Der 16-jährige Martin Meyer Ter Vehn durfte sich bereits mit den Erwachsenen über 600 Meter Schwimmen und fünf Kilometer Laufen messen. Der Jüngste im Erwachsenenklassement hinterließ einen hervorragenden Eindruck und belegte Rang sechs. Es gewann Michael Stirnweiß (27:02 Min.) vor seinen Teamkollegen Matthias Türk und Steffen Lotter. Den Gesamtsieg sicherte sich mit Hanna Krauß jedoch eine Frau. An ihrem knapp anderthalbminütigen Schwimmvorsprung bissen sich Stirnweiß und Türk die Zähne aus und konnten diesen auf der Laufstrecke nicht mehr egalisieren. Krauß siegte insgesamt in 26:48 Minuten und in der Damenwertung vor Delphine Halberstadt vom Triathlon-Team Viernheim aus der 1. Bundesliga. Zsanett Koszta vom SSV wurde Dritte.


Schließlich waren auch beim 5. Hetzleser Karpfenlauf über sechs Kilometer wieder einige SSVler am Start. Im Duell der Jugendlichen hatte diesmal Daniel Radovanovic (27:24 Min.) die Nase vor Maxim Jakimenko (27:39 Min.). Zwischen den beiden Jungspunden reihte sich Peter Landgraf ein. Schmidt, Heilmann und Stirnweiß gingen zwar auch an den Start, verpassten jedoch wie viele Mitstreiter eine schlecht ausgeschilderte Abzweigung und kamen so nach rund 30 Minuten und acht gelaufenen Kilometern ins Ziel. 


Gärtner meldet sich eindrucksvoll zurück



Nachdem der Kapitän der Forchheimer das letzte Ligarennen aufgrund der bevorstehenden Geburt seines Kindes verpasst hatte, meldete sich der frisch gebackene Vater mit einer herausragenden Marathonzeit von 2:37:02 Stunden in Frankfurt zurück. Mit der Geburt seines Sohnes begann für ihn eine kurze, aber intensive Vorbereitungsphase, die ihn unter die Marke von 2:40 Stunden hieven sollte.

 


Im Wettkampf selbst hatte Gärtner gute Beine und sortierte sich in der Gruppe um die mehrmalige Triathlon-Olympionikin Anne Haug, die in der Damenwertung zur Deutschen Meisterschaft später Dritte wurde, ein. Der erste Halbmarathon gelang ihm in 1:16:40 h, was sich jedoch als etwas zu risikoreich herausstellte. So machten sich ab Kilometer 30 die ersten Krämpfe sowie Ermüdung bemerkbar, was ihn zu einem leicht gedrosselten Tempo zwang. Die Aussicht auf eine tolle Endzeit ließ ihn sich bei seinem ersten richtigen Marathon jedoch bis ins Ziel durchbeißen.

Freitag, 16. September 2016

SSV sichert Klassenerhalt in 2. Bundesliga


Als Tabellenelfter reiste das erste Forchheimer Herrenteam zum Ligafinale nach Baunatal, wo es galt den Klassenerhalt in der 14 Teams umfassenden 2. Bundesliga Süd in trockene Tücher zu bringen und nicht mehr auf einen der letzten beiden Tabellenplätze abzurutschen. Bisherige Platzierungen zwischen Rang acht und zwölf reichten in der durch eine hohe Leistungsdichte geprägten Liga nicht, um den Abstieg vorzeitig abzuwenden. Die Entscheidung fiel also im letzten Wettkampf in Nordhessen.

Aufgrund eines kurzfristigen Ausfalls gingen die Forchheimer mit Manuel Heilmann, Michael Stirnweiß, Florian Teichmann und Matthias Türk nur zu viert an den Start, eine Streichwertung hatte man nicht. Zu absolvieren war eine Sprintdistanz im Team, bei der die Mannschaft geschlossen zunächst 750 Meter im Bad zurücklegen musste, ehe es nach kurzer Pause mit den Schwimmabständen auf die 20 Kilometer lange Rad- und 5 Kilometer lange Laufstrecke ging. Wie riskant die Konstellation mit nur vier Startern bei einem Rennen, in dem das Team zusammenbleiben musste, und gleichzeitig der erhöhten Wahrscheinlichkeit von Radstürzen bei widrigem Wetter war, wurde von Forchheimer Seite vorab unterschätzt.

Der Startschuss ertönte im Baunataler Hallenbad zum Team-Schwimmen, wo das Schwimmtempo etwas zu niedrig gewählt wurde. Einerseits wollte man vermeiden, mit dem Tempo zu überziehen, da man geschlossen schwimmen musste. Andererseits verlor man dadurch jedoch wertvolle Zeit auf die anderen Teams, denen es besser gelang, an der individuellen Leistungsgrenze zu schwimmen. Folglich zog man als 13. mit einem 20 Sekunden Rückstand auf das nächste Team ins Parkstadion um, wo durch wolkenbruchartige Regen- und Gewitterschauer mittlerweile völlig durchnässte Rad- und Laufschuhe auf die Athleten warteten.

Spätestens jetzt war der Abstiegskampf eröffnet. Für die Forchheimer galt es, vor allem das vor dem Wettkampf tabellenvorletzte Team aus Wetterau im Auge zu behalten und maximal zwei Plätze hinter dem direkten Konkurrenten ins Ziel zu kommen. Dann wäre der Klassenerhalt gesichert. Doch Wetterau konnte sich bereits beim Schwimmen deutlich von den Forchheimern absetzen und startete als achtplatziertes Team in den zweiten Teil des Wettkampfes. Die Ausgangslage verschärfte sich weiter, als sich auch das drittletzte Team aus Schongau beim Schwimmen weit vorne platzieren konnte. Die Forchheimer konnten jetzt nicht mehr taktieren und mussten sofort angreifen.

Ein schneller Wechsel auf’s Rennrad stellte den Anschluss zu den vorderen Teams wieder her. Es dauerte auch keinen Kilometer, bis das erste Team überholt werden konnte. Doch nur wenig später holte das Pech die SSVler ein. Zunächst konnte Stirnweiß einen Sturz auf spiegelglatter Fahrbahn gerade noch verhindern, doch an der zweiten Kehre erwischte es Teichmann in einem von zahlreichen Radstürzen geprägtem Rennen. Da das Team nur zu viert angetreten war und zusammenbleiben musste, verlor man viel Zeit. Vom Sturz gezeichnet schwang sich Teichmann wieder auf sein Rad und setzte das Rennen fort. Die Aufholjagd der Oberfranken schien bereits nach fünf Radkilometern vorzeitig beendet zu sein, da Schmerzen bei Teichmann ein schnelles Radfahren verhinderten.

So retteten sich die SSVler als 13. mit fast zwei Minuten Rückstand auf die Laufstrecke, wo man von Beginn an das Tempo hochhalten musste, um zumindest noch ein Team einzuholen. Mit toller Moral gelang es den Forchheimern tatsächlich, aus fast schon aussichtsloser Position das Team aus Regensburg noch abzufangen. So erreichte man als 12. das Ziel und informierte sich sofort über das Abschneiden des Teams aus Wetterau, welches Neunter wurde.

In der Abschlusstabelle sind beide Teams zwar punktgleich, aber der SSV Forchheim sichert sich durch die aus allen Rennen und Einzelplatzierungen aggregierte niedrigere Platzziffer von 649 gegenüber dem Tri-Team Wetterau (671) in einem packenden Saisonfinale den zwölften Rang in der Saison 2016. Somit gehen die Forchheimer auch im nächsten Jahr wieder in der 2. Bundesliga Süd auf Punktejagd.

Montag, 29. August 2016

Meisterstück der SSV Damen

Beim letzten Bayernligawettkampf in Regensburg ging es für das Damenteam des SSV Forchheim um Aufstieg und Meisterschaft. Am selbigen Ort ließ das zweite Herrenteam die Saison in der Regionalliga ausklingen. Das dritte Herrenteam wird im letzten Landesligarennen in Kitzingen noch abgefangen und verpasst den Aufstieg denkbar knapp.

Regionalliga, Herren

Bei bestem Triathlonwetter eröffneten die Regionalligaherren die Ligawettkämpfe in Regensburg. Das Format war ein Teamsprint (0,75 km Schwimmen, 22 km Rad, 5 km Laufen), bei dem die Einlaufzeit des vorletzten Teammitglieds ausschlaggebend war.
Die Taktik des SSV ist schnell erklärt. Die Schwimmspezialisten Andreas Kalb und Steffen Lotter sollten sich im Wasser weit vorne platzieren und in der Spitzengruppe Radfahren, um später im Rennen von den an Land starken Andreas Maiwald, Thomas Schmidt und Michael Stirnweiß eingeholt zu werden. Das Schwimmduo erfüllte die Vorgabe bravourös, an Land erwischten Schmidt und Stirnweiß den besseren Tag, die im Mittelfeld auf in die Laufschuhe wechselten.
Angefeuert von den mitgereisten Forchheimer Fans konnten beide die Lücke zu ihren Teamkollegen allmählich schließen. Einen Kilometer vor dem Ziel wartete Lotter auf Stirnweiß, um ihn bei einem kurzen Anstieg zu unterstützen und dann den Zielsprint einzuläuten. Auf diesem konnte das Team aus Weiden auf den letzten Metern noch überholt und somit auch im letzten Rennen ein einstelliger Platz in der Teamwertung gesichert werden. Der neunte Rang in der Tageswertung bedeutet für den Liganeuling aus Forchheim einen erfreulichen sechsten Platz in der Abschlusstabelle der 15 Teams starken Regionalliga Bayern.

Bayernliga, Damen

Acht Minuten nach den Herren erklang auch der Startschuss zum Saisonfinale der Bayernliga Damen. Gleiche Wettkampfstrecke, gleiches Format, einzig starten in der Bayernliga nur vier Athletinnen, von denen die Einlaufzeit der Drittschnellsten in die Wertung eingeht. Für große Spannung sorgte nicht nur die Tabellenkonstellation, wo die zweitplatzierten Forchheimerinnen 0,5 Punkte hinter Hof und 2 Punkte vor Kempten lagen. Auch im Team herrschte große Unsicherheit, ob die angeschlagene Vera Krammel schmerzfrei durch den Wettkampf kommen würde.
Um das Risiko zu streuen, verhalf Hanna Krauß Maria Leidenberger durch ständigem Anschieben zu einer schnelleren Schwimmzeit und so konnte das Team, welches von Lena Drummer vervollständigt wurde, gemeinsam aus der Donau steigen und auf Platz fünf liegend die Verfolgung am Rad aufnehmen. Es dauerte nur zwei Kilometer bis sich die Anstrengung, das Team zusammenzuhalten, auszahlte, denn Krammel musste verletzungsbedingt vorzeitig aufgeben.
Situativ entschieden sich SSV Damen, die radstarke Leidenberger vorauszuschicken, damit sie sich einen Vorsprung für die Laufstrecke erarbeiten konnte. Krauß kümmerte sich indes um Drummer und spendete ihr Windschatten. Bis zur zweiten Wechselzone konnte sich Leidenberger einen anderthalbminütigen Vorsprung herausfahren, um dann auf den abschließenden fünf Kilometern zu Fuß von ihren laufstarken Teamkolleginnen wieder eingeholt zu werden.
Für den Platz ganz oben am Treppchen reichte es in der Tageswertung zwar nicht. Diesen sicherten sich die Kemptener Damen. Der Abstand auf diese konnte jedoch mit dem dritten Rang im maximal möglichen gehalten werden, um in der Tabelle nicht noch vom Team aus dem Allgäu überholt zu werden. Die Tabellenführerinnen aus Hof konnten jedoch mit deutlichem Zeitabstand auf den vierten Platz verwiesen werden, was ihnen letztlich auch in der Abschlusstabelle den Spitzenrang kostete.
So gab es zum ersten Mal in der Geschichte zwei erste Plätze in der Damen-Bayernliga, da Forchheim und Kempten sowohl punkt- als auch platzzifferngleich die Saison beendeten (beide 6,5 Punkte, Platzziffer 61). Das Hofer Team hingegen wurde ausgerechnet im letzten Rennen vom Thron gestoßen, den es bis dato die ganze Saison inne hatte (7 Punkte, Platzziffer 74).
Ob die Forchheimer Damen von ihrem Aufstiegsrecht jedoch Gebrauch machen, hängt von der noch nicht abgeschlossenen Kaderplanung für die Saison 2017 ab. Einerseits hat sich das Team die Rückkehr in die Regionalliga, von der man vor einem Jahr freiwillig abstieg, sportlich verdient. Andererseits möchte man jungen Talenten den Einstieg in die harten Ligawettkämpfe erleichtern, indem man in einer niedrigeren Liga startet. Die Entscheidung fällt im Herbst.

Landesliga, Herren

Eine ähnlich knappe Ausgangssituation wie bei den Bayernliga Damen hatte die dritte Herrenmannschaft des SSV in der Landesliga Nord. Vor dem letzten Wettkampf lag man punktgleich mit dem Team Frankenalb auf dem ersten Rang, einen Punkt dahinter machte sich das Team aus Kulmbach noch Hoffnungen, auf einen der beiden Aufstiegsplätze zu springen.
Die Kulmbacher machten auch von Beginn an ernst. Angeführt von Kilian Deichsel, der sich wieder einmal auf der Radstrecke an die Spitze setzte und diese bis zur Ziellinie nicht mehr hergab, sicherten sie sich in der Tageswertung Platz eins und überholten in der Tabelle somit mindestens eines der beiden in Führung liegenden Teams aus Forchheim und der Frankenalb.
Die Forchheimer fanden gut in den Wettkampf über die Sprintdistanz von 600 Metern Schwimmen, 20 Kilometern Radfahren und fünf Kilometern Laufen. Andreas Klupp verließ nach sechseinhalb Minuten als Dritter und Wolfgang Gößwein nach sieben Minuten als Siebter den Main. 15 Sekunden später folgten Simon Koch und Martin Schulz.
Auf der hügeligen Radstrecke bei Windschattenverbot wendete sich das teaminterne Blatt und Koch und Schulz konnten ihre Radstärken ausspielen. Klupp und Gößwein hingegen verpassten es, ihre tollen Schwimmleistungen auf dem Rad zu bestätigen und sich eine bessere Ausgangsposition für die abschließenden fünf Laufkilometer zu sichern.
Auch in der letzten Disziplin machte Koch weiter Druck und kassierte Konkurrent um Konkurrent, bis er schließlich alle überholt hatte, bis auf Deichsel. Er kam in der Folge als Zweiter ins Ziel (07:15, 34:13, 18:32, Gesamt 1:00:00). Auch Schulz fuhr auf dem Rad weit nach vorne. Auf der Laufstrecke machte sich jedoch die noch nicht wiedererlangte Wettkampfhärte bemerkbar. Er überquerte die Ziellinie als Zwölfter (07:20, 34:40, 19:57, 1:01:57) und zeigte sich nach zweijähriger Triathlonpause sehr zufrieden. Eine Minute nach ihm beendete auch Klupp den Wettkampf (06:31, 36:40, 19:49, 1:03:00). Das Forchheimer Ergebnis vervollständigten Gößwein, Trinkerl und Wink auf den Plätzen 20 bzw. 28 und 37.

Die SSVler konnten also auch im letzten Saisonrennen wieder weit vorne mitmischen und vier Athleten in den Top 20 platzieren. Das Tri-Team Frankenalb zeigte sich an diesem Tag jedoch noch stärker als die Forchheimer und landete auf dem zweiten Rang. Für den SSV bedeutete dies letztendlich nicht nur den dritten Platz in der Tageswertung, sondern auch den undankbaren dritten Platz in der Abschlusstabelle, welcher nicht mehr zum Aufstieg in die Bayernliga berechtigt.