Mittwoch, 28. Juni 2017

SSV kommt am Rothsee nicht in Schuss

Mittelmäßige Schwimmleistungen verhinderten ein besseres Abschneiden des SSV. Am Ende stand beim dritten Saisonrennen ein 13. Platz zu Buche, welcher das erste Forchheimer Herrenteam auf den zwölften Tabellenrang abstürzen lässt.



Am fränksichen Rothsee ging es für die 14 Teams der 2. Bundesliga Süd über die klassische Sprintdistanz von 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen. Als 32. hatte Manuel Heilmann als erster Forchheimer wieder trockenen Boden unter den Füßen. 13 Sekunden später folgte ihm Michael Kalb, kurz darauf kamen Ralf Gärtner als 43. und Steffen Lotter als 45. aus dem Wasser. Matthias Türk wechselte als 57. aufs Rad.



Hinter der Spitzengruppe bildete sich eine stark besetzte zweite Radgruppe, welche jedoch ohne Forchheimer Beteiligung blieb. Die ersten vier SSVler schafften es in die dritte Gruppe, Türk in die vierte. Einen schlechten Tag erwischte Lotter, der zunächst die dritte Gruppe nicht halten konnte und schließlich auch die Antritte der vierten nicht mitgehen konnte. Er gab das Rennen daraufhin auf.



So lag es an Heilmann, Kalb und Gärtner auf der Radstrecke Boden gut zu machen. Doch die Konkurrenten waren sich der Situation bewusst und ließen die Forchheimer viel arbeiten. Vergeblich versuchte man die Lücke nach vorne zu schließen. Stattdessen gelang an der Spitze der beinahe Zusammenschluss der ersten beiden Radgruppen, zu welchen der Abstand der Forchheimer bis zur zweiten Wechselzone bereits auf anderthalb Minuten angewuchs, was auf der Laufstrecke kaum mehr aufzuholen war. Einen Athleten in den Top 30 zu platzieren, mussten sich die SSVler zu diesem Zeitpunkt bereits abschminken. Währenddessen hielt Türk seine Position.

 


Nun musste man in den Laufschuhen das Bestmögliche aus einer schwierigen Lage herausholen. Gärtner und Kalb gelang dies halbwegs. Sie kamen als 36. (Gärtner, 11:07 Swim - 30:19 Bike -17:59 Run - 01:01:06 Stunden Gesamt) und 43. (Kalb, 11:01 - 30:24 - 18:12 - 01:01:23) ins Ziel. Heilmann musste zu Fuß noch einige Konkurrenten vorbeiziehen lassen und sah als 55. die Ziellinie (10:48 - 30:37 - 19:31 - 01:02:34) direkt vor seinem Teamkollegen Türk (11:37 - 30:24 - 19:00 - 01:02:58).

Alle Forchheimer Ligateams gehen nun in eine kurze Sommerpause bevor es am 23. Juli mit der Regionalliga in Schongau und der Landesliga in Hof weitergeht. Das Bundesliga-Team hat noch bis Ende August Zeit um sich auf den nächsten Wettkampf in Viernheim vorzubereiten.

Freitag, 23. Juni 2017

SSV Damen erobern Tabellenspitze

Vom Jäger zum Gejagten: Beim dritten Saisonrennen der Regionalliga in Lauingen lösen die Forchheimer Damen Immenstadt von der Tabellenspitze ab. Für die Regionalliga-Herren springt gleichenorts wieder ein solider Mittelfeldplatz heraus. Tags darauf verpassen die Landesliga-Herren beim Saisonauftakt im heimischen Forchheim das Podium nur knapp.

Regionalliga, Damen

Der zweigeteilte Mannschaftswettkampf im schwäbischen Lauingen sah vormittags einen Swim & Run (0,75/3 Kilometer) rund um den Auwaldsee vor, bei dem die Teams im 60-Sekunden-Takt auf die Strecke geschickt wurden und diese gemeinsam absolvieren mussten. Nachmittags ging es dann in den Zeitabständen des vormittags zum Bike & Run (21/1,8 Kilometer) in die Innenstadt.

Allein der Tagessieg hätte dem unverändert aufgestellten Forchheimerinnen zum Sprung an die Tabellenspitze gereicht. Doch wer auf ein erneutes Kopf-an-Kopf-Duell mit den Immenstädterinnen gesetzt hatte, wurde bald enttäuscht. Ganze 39 Sekunden Rückstand handelten sich Juliane Müller, Hanna Krauß, Lena Gottwald sowie Anita Trinkerl am Vormittag ein, jedoch nicht auf Immenstadt, welches überraschenderweise nur die sechstschnellste Zeit hinlegte, sondern auf Regensburg. Trotz einer gelungenen Teamarbeit, bei der Krauß sowohl im Wasser als auch an Land ihre Teamkolleginnen unermüdlich anschob, rutschte der Tagessieg zunächst in unerhoffte Ferne.

Zwar hätte diese Konstellation den Forchheimerinnen für die Tabellenspitze gereicht, doch sie wollten mehr. So ging es um 17 Uhr für die Regensburgerinnen auf die sechs verwinkelten Radrunden durch die Innenstadt. Ab diesem Zeitpunkt durfte ein Teammitglied zurückgelassen werden. Als lange 39 Sekunden später der Startschuss für den SSV fiel, hatte Gottwald ihren großen Auftritt. Wie ein Uhrwerk knüpfte sie in ihrer Paradedisziplin den Regensburgerinnen Sekunde für Sekunde ab bis sie in Runde vier den Rückstand schließlich egalisiert hatte. Müller und Krauß bissen sich an ihrem Hinterrad fest, während Trinkerl abreißen lassen musste.


Doch Gottwald war noch nicht satt. Bis zur Wechselzone fuhr sie ihrem Team einen halbminütigen Vorsprung heraus, welcher den Abstand auf Regensburg so groß werden ließ, dass dieses sich nur noch um die Verteidigung der Silbermedaille sorgte. Die Forchheimer Damen hingegen konnten die tolle Stimmung am Marktplatz, der dreimal zu Fuß überquert werden musste, aufsaugen und liefen dem Tagessieg und der Tabellenführung auf den letzten Metern ungehindert entgegen.



Regionalliga, Herren

Das gleiche Format mit etwas längeren Strecken (0,8/3 und 24/2,4 Kilometer) stand bei den Herren auf dem Papier. Das wiederum neu besetzte Team fand mit Steffen Lotter, Andreas Kalb, Andreas Maiwald, Matthias Türk und Michael Stirnweiß gut in den Wettkampf. Lotter und Kalb schlugen im Wasser für das Team ein optimales Tempo an. Trotz des einminütigen Startabstandes war man bereits nach 500 Metern auf Kempten aufgeschwommen und konnte dieses noch im Wasser hinter sich lassen. Die schnellen drei Kilometer zu Fuß um den Auwaldsee waren für Maiwald am härtesten, doch er bekam Unterstützung von Stirnweiß und so fanden sich die Forchheimer nach Abschluss des erstes Teils auf Rang sechs wieder, nur eine Sekunde hinter München, aber auch nur eine vor Ingolstadt und sieben vor Karlsfeld.



Wie erwartet schob sich am Nachmittag das Feld auf dem engen Radkurs weiter zusammen. Die Forchheimer attackierten früh und fuhren auf Platz fünf vor in der Hoffnung, als erstes Team im Mittelfeld wechseln zu können. Doch kurz darauf mussten sie gleich drei Teams passieren lassen. Diese konnten zwar nicht davonziehen, doch die SSV Herren verzichteten auf erneute, kräfteraubende Überholmanöver, auch weil Maiwald als Lokomotive des Teams einen schlechten Tag erwischte und vorzeitig ausschied. Sie wechselten kurz hinter den vor ihnen liegenden Teams in die Laufschuhe.



Obwohl die Teams nur wenige Sekunden trennten, gelang es keinem Team mehr entscheidend zu attackieren. So fehlten den Forchheimern letztlich nur fünf Sekunden auf den sechsten Rang. Da der letzte Biss auch diesmal fehlte, musste man sich wiederum mit einem schlechteren, aber soliden achten Platz begnügen, welchen man nun auch im Gesamtklassement der 15 Teams innehat.


Landesliga, Herren

Am Sonntag fiel dann beim Stadttriathlon Forchheim der langersehnte Startschuss zur Landesligasaison. Simon Koch, Thomas Huberth, Wolfgang Gößwein sowie Michael Stirnweiß mit seinem zweiten Start an diesem Wochenende sollten über die Sprintdistanz von 750 Meter Schwimmen, 19 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen den Grundstein legen für eine weitere Saison, in der man um den Aufstieg in die Bayernliga mitmischen möchte.

Auf den sechs Bahnen des Forchheimer Königsbads brachten die 64 Athleten der 16 Teams das Wasser fortan zum Schäumen. Die beste Ausgangslage der Forchheimer sicherte sich Stirnweiß, der nach ordentlichem Schwimmen als Achter das Becken verließ und die erste Radgruppe erwischte. Koch folgte in der zweiten und Gößwein in der dritten, zu welcher auch Huberth schnell aufschließen konnte.

Durch das baldige Aufschließen der Spitzengruppe zu zwei Hofer Athleten, die sich einen halbminütigen Vorsprung herausschwammen, befand sich Stirnweiß in einem zwölfköpfigen Pulk nun ganz vorne im Rennen. In diesem leistete er mit drei weiteren Athleten die Führungsarbeit. Von einem Ausreißversuch sah er aufgrund der Belastung des Vortages jedoch ab. Den Athleten in den anderen Radgruppen gelang es ebenso wenig zu einer der vorderen Gruppen aufzuschließen.  So kam es in der Folge zu wenig Verschiebungen.


Das Rennen wurde also beim Laufen entschieden. Sahm von den im Vorfeld hochgehandelten Bambergern übernahm sofort die Führung und zog das Tempo an. Stirnweiß wartete zunächst ab, ob ein weiterer Konkurrent das Tempo mitgehen würde. Doch dem war nicht so. Stattdessen lief es auf ein Duell um Rang zwei mit dem Rother Luff hinaus. Sahm entschied das Rennen letztlich unangefochten für sich, während Stirnweiß auf dem letzten Kilometer das Tempo erhöhte und sich den zweiten Platz sicherte (Swim 11:59 – Bike 30:01 – Run 18:45 – Gesamt 1:00:45 Stunden).

Sowohl Koch als auch Huberth konnten auf der Laufstrecke noch einige Konkurrenten einsammeln und kamen als 15. (Koch, 12:36 – 30:44 – 19:14 – 1:02:34) bzw. 20. (Huberth, 13:32 – 30:30 – 19:27 – 1:03:29) ins Ziel, was für die Forchheimer den vierten Platz in der Mannschaftswertung hinter Bamberg, Amberg und Roth bedeutete. Als 30. vervollständigte Gößwein das Forchheimer Ergebnis (12:48 – 32:19 – 19:34 – 1:04:41).


Offene Wertung Forchheim

Silbermedaillen gab’s für Hanna Krauß und Manuel Heilmann über die Jedermann-Distanz beim Stadttriathlon Forchheim. Während sich Krauß der Erlangerin Rexin geschlagen geben musste, kam Heilmann hinter dem Bamberger Hentschel ins Ziel. Doch auch Martin Meyer Ter Vehn und Julian Meissner aus der Forchheimer Jugendgruppe schlugen sich bei ihrem Debüt im Erwachsenenklassement prächtig. Bei den Schülern gewann mit dem SSVler Jan Pluta einer der Jüngsten im Feld. Maxim Jakimenko wurde Dritter. Bei den Schülerinnen erreichte Elena Pluta den dritten Platz.

Offene Wertung Lauingen

Am Tag nach den Ligawettkämpfen in Lauingen fand dort der Triathlon über die Mitteldistanz (2,25/76/20km) statt. Nach durchwachsenem Schwimmen lief es für Frank Müller auf der Radstrecke besser. Dank ebenfalls guter Laufleistung  erreichte er nach 4:01 Stunden das Ziel, was ihm den neunten Gesamtrang einbrachte.


Mittwoch, 14. Juni 2017

Wenig Beute in Darmstadt

Der Woogsprint-Triathlon in Darmstadt stand unter keinem guten Stern, da historisch gesehen das erste Herrenteam selten mit guten Ergebnissen aus Hessen zurückkam. Zudem musste Kapitän Ralf Gärtner das Team umbauen und gleich vier Athleten ersetzen. Schließlich reichte es für den SSV Forchheim nach 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen für Platz 13.


Trotz ungünstiger Position auf dem Startponton verlief das Schwimmen für Ralf Gärtner, Manuel Heilmann und Andreas Kalb verheißungsvoll. Alle drei kamen nach ordentlicher Schwimmleistung im vorderen Mittelfeld aus dem Wasser. Gärtner wechselte am schnellsten und erwischte die erste große Radgruppe noch, Heilmann und Kalb mischten in der zweiten mit. Frank Müller und Matthias Türk tauschten als 52. bzw. 59. die Schwimmbrille gegen das Rennrad.

Dank sehr guter Beine legte Gärtner die schnellste Radzeit des Tages hin und konnte einige Plätze gut machen. Heilmann und Kalb hielten ihre Position und kamen in aussichtsreicher Mittelfeldposition in die zweite Wechselzone. Während Türk viel investierte, um den Anschluss ans Mittelfeld herzustellen, tat sich Müller schwer, diesen zu halten.

Bei hochsommerlichen Temperaturen ging es auf die Laufstrecke. Dort kam Gärtner besser zurecht als noch beim Auftaktwettkampf in Trebgast, musste aber dennoch vereinzelt Konkurrenten vorbeiziehen lassen. Letztlich erzielte er mit Rang 17 das beste Forchheimer Einzelergebnis (Swim 10:17 - Bike 28:37 - Run 17:20 - Gesamt 58:30 Minuten). Heilmann legte zwar teamintern die zweitschnellste Laufzeit hin, zeigte sich damit aber nicht zufrieden, da auch er noch einige Plätze verlor und als 44. die Ziellinie sah (10:19 - 29:30 - 18:57 - 1:01:15). Kalb kämpfte mit der Hitze und wurde schließlich bis auf Platz 51 durchgereicht (10:19 - 29:17 - 19:47 - 1:02:11). Türk und Müller waren auf gute Laufbeine angewiesen, wenn sie noch Plätze gut machen wollten. Doch Zeiten um die 19 Minuten über 5,0 Kilometer reichen in einer Liga, in der jeder Zweite unter 17:50 Minuten läuft, zu keiner Verbesserung. Sie wurden 59. (Türk, 11:19 - 29:51 - 19:00 - 1:02:48)  und 61. (Müller, 11:06 - 32:29 - 19:01 - 1:05:27).



Damit büßt der SSV auch in der Tabelle einige Platzierungen ein und rangiert nach dem fünften Platz zum Auftakt in Trebgast und dem 13. Rang in Darmstadt nun auf Platz acht unter den 14 Teams. Positiv blicken die Forchheimer dem nächsten Rennen am 24. Juni am Rothsee entgegen, welches traditionell ein eher gutes Pflaster für die Oberfranken war.

Montag, 29. Mai 2017

SSV überzeugt in der 2. Bundesliga

Dank einer überzeugenden Mannschaftsleistung gelingt dem Team um Kapitän Ralf Gärtner der langersehnte Sprung auf den fünften Platz beim Ligaauftakt in Trebgast. Gleichenorts präsentiert sich das Forchheimer Damenteam wiederum sehr stark und feiert den ersten Mannschaftssieg in der Regionalliga. Das zweite Herrenteam zeigt sich verbessert auf Rang acht.

2. Bundesliga, Herren

Bei hochsommerlichen Temperaturen am Trebgaster Badesee kamen nicht nur die Athleten ins Schwitzen, sondern auch den Zuschauern bot sich ein tolles Spektakel. Diesmal stand eine Sprintdistanz von 750 Metern Schwimmen, 20 Kilometern Radfahren und 4,4 Kilometern Laufen an. Um 9 Uhr fiel der Startschuss für die 14 Teams der 2. Bundesliga Süd. Der SSV Forchheim trat mit Andreas Dreitz, Andreas und Christoph Prem, Michael Kalb und Ralf Gärtner in Topbesetzung an und es waren zunächst die Brüder Prem, die sich durch eine gute Schwimmleistung eine hervorragende Ausgangsposition für das weitere Rennen sicherten. Dreitz folgte ihnen zehn Sekunden später aus dem Wasser und hatte sie bereits beim Radaufstieg durch einen perfekten Wechsel eingeholt. Gärtner, der nochmals 15 Sekunden später als 23. wieder festen Boden unter den Füßen hatte, wusste, dass ihm nun eine entscheidende Rennphase bevorstand. Schafft er es, den Rückstand auf die Radgruppe um seine Teamkollegen zuzufahren, kann er viel vom Windschatten des starken Radfahrers Dreitz profitieren und es würde ihn im Feld bis in die Spitzengruppe nach vorne spülen. Gelingt es ihm nicht, verliert er den Anschluss an die Spitzengruppe und wird diesen auch auf der Laufstrecke nicht mehr herstellen können.

In einem Kraftakt auf den ersten Radkilometern schloss Gärtner zur Gruppe um Dreitz auf. Mit gleich vier Athleten im vorderen Feld hatten die SSVler die bestmögliche Ausgangslage für den weiteren Rennverlauf. Doch als Dreitz die ersten Attacken fuhr, fielen diesen auch Andreas und Christoph Prem zum Opfer. Gärtner konnte sich gerade so im Windschatten festbeißen. Währenddessen hatte sich Kalb im Mittelfeld des Rennens eingefunden.

So wechselten Gärtner und Dreitz in einer Verfolgergruppe, die bis auf zehn Sekunden an die vierköpfige Spitzengruppe herangefahren war, in die Laufschuhe. Andreas Prem als 20. und Christoph als 43. auf der Laufstrecke hatten den Kontakt nach ganz vorne verloren und mussten sich nun im dichten Mittelfeld mit harten Platzkämpfen auseinandersetzen. Doch sie bestanden und brachten die Plätze 27 (Andreas, Swim 10:44 – Bike 27:41 – Run 15:34 – Gesamt 55:08 Minuten) und 41 (Christoph, 10:48 – 28:40 – 15:37 – 56:15) ins Ziel. Kalb fiel auf der Radstrecke zunächst noch etwas zurück, sah durch eine tolle Laufleistung aber direkt nach seinem Teamkollegen Christoph die Ziellinie (11:37 – 28:43 – 14:50 – 56:17).

An der Spitze war es spannend bis zum Schluss. Dass Dreitz mit die schnellsten Beine im Feld hatte, war klar, und auch dass er alles daran setzen würde, die vier Ausreißer noch einzuholen. Beinahe hätte es für ihn auch noch zum Tagessieg gereicht. Einzig der Erlanger Kraft, den Dreitz beim Forchheimer Swim and Run im April noch geschlagen hatte, konnte sich wehren und verwies den Profi auf Rang zwei (10:57 – 26:55 – 13:52 – 52:49). Für Gärtner galt es, seine Position zu verteidigen. Die Aufholjagd zu Beginn des Radfahrens hatten ihm viele Körner gekostet. Doch er biss sich durch und sicherte sich den 12. Platz (11:12 – 26:47 – 15:12 – 54:10).


Aus den vier besten Einzelplatzierungen eines jeden Teams ergab sich für die Forchheimer letztlich der langersehnte fünfte Rang in der Teamwertung. Dabei hatten sie mit der aggregierten Platzziffer von 82 noch Pech und mussten sich dem Team aus Aschaffenburg (Platzziffer 80) knapp geschlagen geben. Der Freude über das beste Abschneiden seit Jahren tat dies jedoch keinen Abbruch.

Regionalliga, Damen

Die SSV Damen schreiben ihre Erfolgsgeschichte fort. Stand für den Liganeuling beim Auftaktwettkampf noch ein zweiter Platz zu Buche gelang ihnen in Trebgast der Sprung in die Mitte des Podiums.

Teamchefin Juliane Müller schickte das erfolgreiche Team aus Weiden unverändert in den zweiten Wettkampf. So standen Hanna Krauß, Lena Gottwald und Anita Trinkerl neben ihr an der Startlinie. Und Krauß dominierte gleich wieder im Wasser. Unangefochten sicherte sie sich die schnellste Schwimmzeit unter den 44 Athletinnen der Regionalliga und zusätzlich unter den Starterinnen der 2. Damen-Bundesliga, die zeitgleich starteten. Gottwald folgte in der Verfolgergruppe, während Müller und Trinkerl im vorderen Mittelfeld aufs Rad stiegen.

Auch der weitere Rennverlauf war erwartungsgemäß. Gottwald würde ihre Radstärke ausspielen und mit ihr eine Verfolgergruppe zu Krauß aufschließen. Doch auch Müller legte eine starke Radleistung hin und konnte einige Plätze gut machen. Trinkerl hingegen musste einige Konkurrentinnen passieren lassen.

So kamen Gottwald und Krauß zusammen mit der an diesem Tag stärksten Athletin, Tamara Hitz aus Immenstadt, sowie einer Regensburgerin mit über einer Minute Vorsprung in die Wechselzone. Den Sieg würden sie nun unter sich ausmachen. Gottwald zeigte sich sehr professionell und ging dank der kürzesten Wechselzeit als Erste auf die Laufstrecke, doch Hitz ließ sich nicht abschütteln und zog das Tempo gleich an. Selbst Krauß als stärkste Läuferin im Team konnte der Immenstädterin nichts entgegen setzen. Sie lief mit deutlichem Abstand als Erste im Ziel ein, gefolgt von Krauß (10:38 – 31:42 – 16:42 – 1:00:27) und Gottwald (11:40 – 30:44 – 17:22 – 1:00:46).

Hitz’ gewertete Teamkolleginnen kamen als Siebte und Achte ins Ziel. Somit schloss Immenstadt das Rennen mit Platzziffer 16 ab. Mit Krauß (2.) und Gottwald (3.) standen die Forchheimerinnen währenddessen bei Platzziffer 5 und fieberten mit ihrer dritten Athletin. Schafft sie es auf Rang elf oder besser, stehen die SSVlerinnen ganz oben am Treppchen.

Und Müller gab alles. Auf den letzten Metern zog sie den Schlussprint an, überholte noch zwei Konkurrentinnen und wurde dabei selbst von einer Münchnerin verfolgt. Müller lag nun auf Platz elf, welcher dem Team für den Sieg reichen würde. Doch unmittelbar vor der Ziellinie griff die Münchnerin an und durchschritt neben Müller den Zielbogen. So galt es auf die Zeitmessung zu warten. Diese bescheinigte Müller einen Vorsprung von einer Hundertstelsekunde gegenüber der Münchnerin.  Müller verteidigte somit Platz elf (13:07 – 31:02 – 17:56 – 1:03:20) und sicherte ihrem Team den gemeinsamen Tageserfolg mit ihren schärfsten Konkurrentinnen aus Immenstadt (beide Platzziffer 16). Das Traumergebnis komplettierte Trinkerl auf Rang 30 (13:17 – 34:18 – 19:23 – 1:08:14).

Regionalliga, Herren

Die zweite Herrengarde des SSV lief in veränderter Formation auf. Für die ins erste Team aufgerückten Prems kamen Manuel Heilmann und Matthias Türk ins Team, Simon Koch ersetzte Andreas Maiwald. Routinier Frank Müller sowie Kapitän Steffen Lotter blieben dem Team erhalten.

Der Kapitän war es auch, der den Schwimmstart meisterte und sich unter den 75 Athleten zunächst ganz vorne einordnete. Heilmann brauchte etwas bis er sich freigeschwommen hatte, fand dann aber sein Tempo, konnte an Lotter vorbeiziehen und sich in einer Verfolgergruppe festsetzen. Müller schwamm trotz eines Schlags aufs Auge, den er beim Start abbekommen hatte, zu Lotter auf und verließ mit ihm im Mittelfeld das Wasser. Alle drei fanden sich nach einem Zusammenschluss bald in der gleichen Radgruppe wieder. Türk erwischte eine Radgruppe im hinteren Mittelfeld. Koch verpasste diese.

Heilmann und Lotter verhielten sich klug und konnten auf den Plätzen 19 und 20 in die Laufschuhe wechseln. Müller hingegen erwischte keinen guten Tag in den Pedalen und büßte viele Plätze ein. Er wechselte als 52. in die Laufschuhe. Türk als 40. und Koch als 65. hingegen konnten etwas aufholen.

Auf den abschließenden drei Laufrunden um den Trebgaster Badesee zeigte sich Heilmann beständig und landete als schnellster Forchheimer auf Rang 22 (11:32 – 27:23 – 16:11 – 56:29). Auch Lotter schlug sich wacker und wurde 29. (11:51 – 27:18 – 17:01 – 57:17). Hatte sich Türk nach dem Radfahren in Schlagdistanz zum breiten Mittelfeld platziert, verhinderten Magenkrämpfe ein besseres Abschneiden. Er musste letztlich einige vorher eingesammelte Konkurrenten  wieder vorbeiziehen lassen und kam hinter Müller (51., 11:53 – 29:40 – 16:38 – 59:20) ins Ziel (12:18 – 28:09 – 17:50 – 59:32). Koch’s Aufholjagd zu Fuß kam zu spät. Er wurde 55. (13:29 – 29:19 – 15:59 – 1:00:03). Ein nicht optimales Rennen reichte schließlich zu einem soliden achten Platz für das zweite Forchheimer Team.


Bevor das dritte Forchheimer Herrenteam am 18. Juni beim Stadttriathlon Forchheim in die Landesligasaison startet, können die Regionalliga-Herren am 17. Juni beim Mannschaftswettkampf in Lauingen den nächsten Schritt machen. Dort nehmen auch die Damen wieder einen Podestplatz ins Visier. Bereits am 11. Juni zieht die 2. Bundesliga in Darmstadt mit dem zweiten Saisonrennen nach.