Dienstag, 6. Dezember 2016

Lena Gottwald is back!

Die Siegerin des Stadttriathlon Forchheim wird das Damenteam des SSV Forchheim verstärken, mit dem sie bereits vor zwei Jahren auf Punktejagd ging. Nach einem einjährigen Intermezzo in der 1. Bundesliga kehrt die 21-Jährige nun zurück zu den Forchheimerinnen, die sich mit dem ersten Platz in der Bayernliga das Aufstiegsrecht in die Regionalliga erkämpft hatten. Von diesem werden sie nun auch Gebrauch machen.

SSV Forchheim: Willkommen zurück bei den Sahneschleckern, liebe Lena! Nachdem Du vor zwei Jahren bereits für unser Damenteam in der Regionalliga gestartet warst, trennten sich die Wege. Für dich ging es zu Tristar Regensburg in die 1. Bundesliga, die Damen des SSV stiegen – auch durch Deinen Weggang bedingt – freiwillig in die Bayernliga ab. Die Saison 2017 wirst Du nun wieder mit den SSV-Damen auf Punktejagd gehen. Wie kam es dazu?

Lena Gottwald: Die Entscheidung des Tristar Regensburg, nicht in der 1. Bundesliga zu bleiben und dort alles zu geben, um nochmal zu versuchen, den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu erreichen und die damit verbundene Einstellung der Athleten kann ich nicht unterstützen. Ich gehe lieber für einen Verein an den Start, bei dem ich weiß, dass die anderen Athleten mindestens genauso viel Ehrgeiz zeigen und Motivation mit in die neue Saison bringen wie ich. Deshalb freue ich mich den SSV beim Aufstiegskampf unterstützen zu dürfen.

SSV Forchheim: Du sprichst von Aufstiegskampf, wohlwissend, dass die SSV-Damen gerade erst aus der Bayernliga in die Regionalliga aufgestiegen sind. Was macht Dich da so sicher?

Lena Gottwald: Ich zähle auf ein starkes Team u.a. mit Hanna Krauß, die sicher auch in der Regionalliga Top-Platzierungen einfahren wird, sowie Juliane Müller, die nach ihrer Babypause wieder zum Team stößt.

SSV Forchheim: Welche Ziele hast du Dir für 2017 gesteckt, mit dem SSV als auch für Deine privaten Rennen?

Lena Gottwald: Ganz klar: Spaß am Sport! Ich werde an so vielen Ligarennen teilnehmen wie möglich. Dabei Podestplätze in der Teamwertung der Regionalliga mit den SSV Damen zu erreichen, wäre natürlich super und auch absolut machbar, da wir ja sehr gut besetzt sind. Größere Wettkämpfe außerhalb des Ligabetriebs sind erstmal nicht geplant, vielleicht die Saison danach, wer weiß wo der Weg hinführt...

SSV Forchheim: Na da sind wir aber gespannt. Wir freuen uns sehr, Dich wieder in der SSV Familie zu haben und wünschen Dir und dem Team eine erfolgreiche Saison 2017.

Neben Gottwald und Teamleiterin Juliane Müller kehrt auch Sonja Müller nach ihrer Babypause zurück zum Team.

Montag, 5. Dezember 2016

Triathlon Nachwuchs des SSV lässt aufhören

Den Start in die Laufsaison nutzten einige Jugendliche der Triathlon-Nachwuchsgruppe des SSV Forchheim, um neben dem neu etablierten Schwimm- und Lauftraining erste Wettkampfluft zu schnuppern. Auf Anhieb war die 3 x 7 Kilometer-Staffel um Julian Meissner, Martin Meyer Ter Vehn und dem Jugendtrainer Steffen Lotter beim Herbstlauf Schloss Thurn erfolgreich und gewann die Halbmarathon-Staffelwertung (1:27:54 h).


Bei den Erwachsenen tat es ihnen Ralf Gärtner bei seiner Vorbereitung auf den Frankfurt Marathon gleich. Er gewann die Einzelwertung des Halbmarathons in 1:17:06 h. Thomas Schmidt und Robert Braun folgten auf den Plätzen sieben und acht. Über die Sieben-Kilometer-Distanz musste sich Michael Stirnweiß in 24:51 Minuten dem zwölf Sekunden schnelleren Clemens Gundermann von der LG Forchheim geschlagen geben. Mit Manuel Heilmann (4.), Wolfgang Gößwein (8.) und Christian Seeberger (10.) folgten weitere SSV-Athleten in den Top 10. Bei den Damen gewann Hanna Krauß in 26:14 Minuten deutlich.


Eine Woche später zog es die Forchheimer zum Swim and Run nach Bayreuth. Hier überraschte Maxim Jakimenko in der Alterklasse 2001-2004, der nach einer tollen Laufleistung in 13:58 Minuten gewann. Daniel Radovanovic absolvierte die 300 Meter Schwimmen und 2,5 Kilometer Laufen in 14:46 Minuten und sicherte sich Rang drei.


Der 16-jährige Martin Meyer Ter Vehn durfte sich bereits mit den Erwachsenen über 600 Meter Schwimmen und fünf Kilometer Laufen messen. Der Jüngste im Erwachsenenklassement hinterließ einen hervorragenden Eindruck und belegte Rang sechs. Es gewann Michael Stirnweiß (27:02 Min.) vor seinen Teamkollegen Matthias Türk und Steffen Lotter. Den Gesamtsieg sicherte sich mit Hanna Krauß jedoch eine Frau. An ihrem knapp anderthalbminütigen Schwimmvorsprung bissen sich Stirnweiß und Türk die Zähne aus und konnten diesen auf der Laufstrecke nicht mehr egalisieren. Krauß siegte insgesamt in 26:48 Minuten und in der Damenwertung vor Delphine Halberstadt vom Triathlon-Team Viernheim aus der 1. Bundesliga. Zsanett Koszta vom SSV wurde Dritte.


Schließlich waren auch beim 5. Hetzleser Karpfenlauf über sechs Kilometer wieder einige SSVler am Start. Im Duell der Jugendlichen hatte diesmal Daniel Radovanovic (27:24 Min.) die Nase vor Maxim Jakimenko (27:39 Min.). Zwischen den beiden Jungspunden reihte sich Peter Landgraf ein. Schmidt, Heilmann und Stirnweiß gingen zwar auch an den Start, verpassten jedoch wie viele Mitstreiter eine schlecht ausgeschilderte Abzweigung und kamen so nach rund 30 Minuten und acht gelaufenen Kilometern ins Ziel. 


Gärtner meldet sich eindrucksvoll zurück



Nachdem der Kapitän der Forchheimer das letzte Ligarennen aufgrund der bevorstehenden Geburt seines Kindes verpasst hatte, meldete sich der frisch gebackene Vater mit einer herausragenden Marathonzeit von 2:37:02 Stunden in Frankfurt zurück. Mit der Geburt seines Sohnes begann für ihn eine kurze, aber intensive Vorbereitungsphase, die ihn unter die Marke von 2:40 Stunden hieven sollte.

 


Im Wettkampf selbst hatte Gärtner gute Beine und sortierte sich in der Gruppe um die mehrmalige Triathlon-Olympionikin Anne Haug, die in der Damenwertung zur Deutschen Meisterschaft später Dritte wurde, ein. Der erste Halbmarathon gelang ihm in 1:16:40 h, was sich jedoch als etwas zu risikoreich herausstellte. So machten sich ab Kilometer 30 die ersten Krämpfe sowie Ermüdung bemerkbar, was ihn zu einem leicht gedrosselten Tempo zwang. Die Aussicht auf eine tolle Endzeit ließ ihn sich bei seinem ersten richtigen Marathon jedoch bis ins Ziel durchbeißen.

Freitag, 16. September 2016

SSV sichert Klassenerhalt in 2. Bundesliga


Als Tabellenelfter reiste das erste Forchheimer Herrenteam zum Ligafinale nach Baunatal, wo es galt den Klassenerhalt in der 14 Teams umfassenden 2. Bundesliga Süd in trockene Tücher zu bringen und nicht mehr auf einen der letzten beiden Tabellenplätze abzurutschen. Bisherige Platzierungen zwischen Rang acht und zwölf reichten in der durch eine hohe Leistungsdichte geprägten Liga nicht, um den Abstieg vorzeitig abzuwenden. Die Entscheidung fiel also im letzten Wettkampf in Nordhessen.

Aufgrund eines kurzfristigen Ausfalls gingen die Forchheimer mit Manuel Heilmann, Michael Stirnweiß, Florian Teichmann und Matthias Türk nur zu viert an den Start, eine Streichwertung hatte man nicht. Zu absolvieren war eine Sprintdistanz im Team, bei der die Mannschaft geschlossen zunächst 750 Meter im Bad zurücklegen musste, ehe es nach kurzer Pause mit den Schwimmabständen auf die 20 Kilometer lange Rad- und 5 Kilometer lange Laufstrecke ging. Wie riskant die Konstellation mit nur vier Startern bei einem Rennen, in dem das Team zusammenbleiben musste, und gleichzeitig der erhöhten Wahrscheinlichkeit von Radstürzen bei widrigem Wetter war, wurde von Forchheimer Seite vorab unterschätzt.

Der Startschuss ertönte im Baunataler Hallenbad zum Team-Schwimmen, wo das Schwimmtempo etwas zu niedrig gewählt wurde. Einerseits wollte man vermeiden, mit dem Tempo zu überziehen, da man geschlossen schwimmen musste. Andererseits verlor man dadurch jedoch wertvolle Zeit auf die anderen Teams, denen es besser gelang, an der individuellen Leistungsgrenze zu schwimmen. Folglich zog man als 13. mit einem 20 Sekunden Rückstand auf das nächste Team ins Parkstadion um, wo durch wolkenbruchartige Regen- und Gewitterschauer mittlerweile völlig durchnässte Rad- und Laufschuhe auf die Athleten warteten.

Spätestens jetzt war der Abstiegskampf eröffnet. Für die Forchheimer galt es, vor allem das vor dem Wettkampf tabellenvorletzte Team aus Wetterau im Auge zu behalten und maximal zwei Plätze hinter dem direkten Konkurrenten ins Ziel zu kommen. Dann wäre der Klassenerhalt gesichert. Doch Wetterau konnte sich bereits beim Schwimmen deutlich von den Forchheimern absetzen und startete als achtplatziertes Team in den zweiten Teil des Wettkampfes. Die Ausgangslage verschärfte sich weiter, als sich auch das drittletzte Team aus Schongau beim Schwimmen weit vorne platzieren konnte. Die Forchheimer konnten jetzt nicht mehr taktieren und mussten sofort angreifen.

Ein schneller Wechsel auf’s Rennrad stellte den Anschluss zu den vorderen Teams wieder her. Es dauerte auch keinen Kilometer, bis das erste Team überholt werden konnte. Doch nur wenig später holte das Pech die SSVler ein. Zunächst konnte Stirnweiß einen Sturz auf spiegelglatter Fahrbahn gerade noch verhindern, doch an der zweiten Kehre erwischte es Teichmann in einem von zahlreichen Radstürzen geprägtem Rennen. Da das Team nur zu viert angetreten war und zusammenbleiben musste, verlor man viel Zeit. Vom Sturz gezeichnet schwang sich Teichmann wieder auf sein Rad und setzte das Rennen fort. Die Aufholjagd der Oberfranken schien bereits nach fünf Radkilometern vorzeitig beendet zu sein, da Schmerzen bei Teichmann ein schnelles Radfahren verhinderten.

So retteten sich die SSVler als 13. mit fast zwei Minuten Rückstand auf die Laufstrecke, wo man von Beginn an das Tempo hochhalten musste, um zumindest noch ein Team einzuholen. Mit toller Moral gelang es den Forchheimern tatsächlich, aus fast schon aussichtsloser Position das Team aus Regensburg noch abzufangen. So erreichte man als 12. das Ziel und informierte sich sofort über das Abschneiden des Teams aus Wetterau, welches Neunter wurde.

In der Abschlusstabelle sind beide Teams zwar punktgleich, aber der SSV Forchheim sichert sich durch die aus allen Rennen und Einzelplatzierungen aggregierte niedrigere Platzziffer von 649 gegenüber dem Tri-Team Wetterau (671) in einem packenden Saisonfinale den zwölften Rang in der Saison 2016. Somit gehen die Forchheimer auch im nächsten Jahr wieder in der 2. Bundesliga Süd auf Punktejagd.

Montag, 29. August 2016

Meisterstück der SSV Damen

Beim letzten Bayernligawettkampf in Regensburg ging es für das Damenteam des SSV Forchheim um Aufstieg und Meisterschaft. Am selbigen Ort ließ das zweite Herrenteam die Saison in der Regionalliga ausklingen. Das dritte Herrenteam wird im letzten Landesligarennen in Kitzingen noch abgefangen und verpasst den Aufstieg denkbar knapp.

Regionalliga, Herren

Bei bestem Triathlonwetter eröffneten die Regionalligaherren die Ligawettkämpfe in Regensburg. Das Format war ein Teamsprint (0,75 km Schwimmen, 22 km Rad, 5 km Laufen), bei dem die Einlaufzeit des vorletzten Teammitglieds ausschlaggebend war.
Die Taktik des SSV ist schnell erklärt. Die Schwimmspezialisten Andreas Kalb und Steffen Lotter sollten sich im Wasser weit vorne platzieren und in der Spitzengruppe Radfahren, um später im Rennen von den an Land starken Andreas Maiwald, Thomas Schmidt und Michael Stirnweiß eingeholt zu werden. Das Schwimmduo erfüllte die Vorgabe bravourös, an Land erwischten Schmidt und Stirnweiß den besseren Tag, die im Mittelfeld auf in die Laufschuhe wechselten.
Angefeuert von den mitgereisten Forchheimer Fans konnten beide die Lücke zu ihren Teamkollegen allmählich schließen. Einen Kilometer vor dem Ziel wartete Lotter auf Stirnweiß, um ihn bei einem kurzen Anstieg zu unterstützen und dann den Zielsprint einzuläuten. Auf diesem konnte das Team aus Weiden auf den letzten Metern noch überholt und somit auch im letzten Rennen ein einstelliger Platz in der Teamwertung gesichert werden. Der neunte Rang in der Tageswertung bedeutet für den Liganeuling aus Forchheim einen erfreulichen sechsten Platz in der Abschlusstabelle der 15 Teams starken Regionalliga Bayern.

Bayernliga, Damen

Acht Minuten nach den Herren erklang auch der Startschuss zum Saisonfinale der Bayernliga Damen. Gleiche Wettkampfstrecke, gleiches Format, einzig starten in der Bayernliga nur vier Athletinnen, von denen die Einlaufzeit der Drittschnellsten in die Wertung eingeht. Für große Spannung sorgte nicht nur die Tabellenkonstellation, wo die zweitplatzierten Forchheimerinnen 0,5 Punkte hinter Hof und 2 Punkte vor Kempten lagen. Auch im Team herrschte große Unsicherheit, ob die angeschlagene Vera Krammel schmerzfrei durch den Wettkampf kommen würde.
Um das Risiko zu streuen, verhalf Hanna Krauß Maria Leidenberger durch ständigem Anschieben zu einer schnelleren Schwimmzeit und so konnte das Team, welches von Lena Drummer vervollständigt wurde, gemeinsam aus der Donau steigen und auf Platz fünf liegend die Verfolgung am Rad aufnehmen. Es dauerte nur zwei Kilometer bis sich die Anstrengung, das Team zusammenzuhalten, auszahlte, denn Krammel musste verletzungsbedingt vorzeitig aufgeben.
Situativ entschieden sich SSV Damen, die radstarke Leidenberger vorauszuschicken, damit sie sich einen Vorsprung für die Laufstrecke erarbeiten konnte. Krauß kümmerte sich indes um Drummer und spendete ihr Windschatten. Bis zur zweiten Wechselzone konnte sich Leidenberger einen anderthalbminütigen Vorsprung herausfahren, um dann auf den abschließenden fünf Kilometern zu Fuß von ihren laufstarken Teamkolleginnen wieder eingeholt zu werden.
Für den Platz ganz oben am Treppchen reichte es in der Tageswertung zwar nicht. Diesen sicherten sich die Kemptener Damen. Der Abstand auf diese konnte jedoch mit dem dritten Rang im maximal möglichen gehalten werden, um in der Tabelle nicht noch vom Team aus dem Allgäu überholt zu werden. Die Tabellenführerinnen aus Hof konnten jedoch mit deutlichem Zeitabstand auf den vierten Platz verwiesen werden, was ihnen letztlich auch in der Abschlusstabelle den Spitzenrang kostete.
So gab es zum ersten Mal in der Geschichte zwei erste Plätze in der Damen-Bayernliga, da Forchheim und Kempten sowohl punkt- als auch platzzifferngleich die Saison beendeten (beide 6,5 Punkte, Platzziffer 61). Das Hofer Team hingegen wurde ausgerechnet im letzten Rennen vom Thron gestoßen, den es bis dato die ganze Saison inne hatte (7 Punkte, Platzziffer 74).
Ob die Forchheimer Damen von ihrem Aufstiegsrecht jedoch Gebrauch machen, hängt von der noch nicht abgeschlossenen Kaderplanung für die Saison 2017 ab. Einerseits hat sich das Team die Rückkehr in die Regionalliga, von der man vor einem Jahr freiwillig abstieg, sportlich verdient. Andererseits möchte man jungen Talenten den Einstieg in die harten Ligawettkämpfe erleichtern, indem man in einer niedrigeren Liga startet. Die Entscheidung fällt im Herbst.

Landesliga, Herren

Eine ähnlich knappe Ausgangssituation wie bei den Bayernliga Damen hatte die dritte Herrenmannschaft des SSV in der Landesliga Nord. Vor dem letzten Wettkampf lag man punktgleich mit dem Team Frankenalb auf dem ersten Rang, einen Punkt dahinter machte sich das Team aus Kulmbach noch Hoffnungen, auf einen der beiden Aufstiegsplätze zu springen.
Die Kulmbacher machten auch von Beginn an ernst. Angeführt von Kilian Deichsel, der sich wieder einmal auf der Radstrecke an die Spitze setzte und diese bis zur Ziellinie nicht mehr hergab, sicherten sie sich in der Tageswertung Platz eins und überholten in der Tabelle somit mindestens eines der beiden in Führung liegenden Teams aus Forchheim und der Frankenalb.
Die Forchheimer fanden gut in den Wettkampf über die Sprintdistanz von 600 Metern Schwimmen, 20 Kilometern Radfahren und fünf Kilometern Laufen. Andreas Klupp verließ nach sechseinhalb Minuten als Dritter und Wolfgang Gößwein nach sieben Minuten als Siebter den Main. 15 Sekunden später folgten Simon Koch und Martin Schulz.
Auf der hügeligen Radstrecke bei Windschattenverbot wendete sich das teaminterne Blatt und Koch und Schulz konnten ihre Radstärken ausspielen. Klupp und Gößwein hingegen verpassten es, ihre tollen Schwimmleistungen auf dem Rad zu bestätigen und sich eine bessere Ausgangsposition für die abschließenden fünf Laufkilometer zu sichern.
Auch in der letzten Disziplin machte Koch weiter Druck und kassierte Konkurrent um Konkurrent, bis er schließlich alle überholt hatte, bis auf Deichsel. Er kam in der Folge als Zweiter ins Ziel (07:15, 34:13, 18:32, Gesamt 1:00:00). Auch Schulz fuhr auf dem Rad weit nach vorne. Auf der Laufstrecke machte sich jedoch die noch nicht wiedererlangte Wettkampfhärte bemerkbar. Er überquerte die Ziellinie als Zwölfter (07:20, 34:40, 19:57, 1:01:57) und zeigte sich nach zweijähriger Triathlonpause sehr zufrieden. Eine Minute nach ihm beendete auch Klupp den Wettkampf (06:31, 36:40, 19:49, 1:03:00). Das Forchheimer Ergebnis vervollständigten Gößwein, Trinkerl und Wink auf den Plätzen 20 bzw. 28 und 37.

Die SSVler konnten also auch im letzten Saisonrennen wieder weit vorne mitmischen und vier Athleten in den Top 20 platzieren. Das Tri-Team Frankenalb zeigte sich an diesem Tag jedoch noch stärker als die Forchheimer und landete auf dem zweiten Rang. Für den SSV bedeutete dies letztendlich nicht nur den dritten Platz in der Tageswertung, sondern auch den undankbaren dritten Platz in der Abschlusstabelle, welcher nicht mehr zum Aufstieg in die Bayernliga berechtigt.

Mittwoch, 27. Juli 2016

Großkampf Wochenende für die Herren des SSV


2. Bundesliga, Herren


Durch die zeitgleichen Wettkämpfe der weiteren SSV Herrenteams sowie des Ironman Zürich, wo Simon Koch nach 9:49 Stunden die Ziellinie überquerte, reisten die SSVler nur zu viert zum vorletzten Rennen der 2. Bundesliga Süd nach Tübingen. Eine Streichwertung gab es für die Forchheimer also nicht. Während der 750 Meter Schwimmen im Neckar, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen durch die Tübinger Innenstadt musste alles glatt laufen.



Die Forchheimer kamen gut in den Wettkampf. Ralf Gärtner zeigte eine tolle Schwimmleistung und fand sich in der führenden Radgruppe wieder. Auch Manuel Heilmann stellte ein weiteres Mal seine Schwimmstärke unter Beweis und kletterte kurz nach seinem Kapitän aus dem Wasser. Er erwischte die erste Verfolgergruppe auf dem Rad. Im Mittelfeld bewiesen sich Florian Teichmann und Matthias Türk, deren große Radgruppe ein hohes Tempo anschlug und die Verfolgergruppe um Heilmann schnell einholen konnte. Einen Schockmoment erlebte Türk, als er in der Hektik des Rennens eine Pylone überführ und diese sich in sein Rad klemmte. Er musste zwar kurz anhalten, konnte die Lücke jedoch wieder zufahren.



Gärtner fühlte sich stark und setzte nach 15 Kilometern zur Attacke in der Führungsgruppe an. Den Ausreißversuch plante er zusammen mit dem Regensburger Sebastian Neef. Dazu platzierte er sich an der Spitze der Gruppe und trat nach einem Wendepunkt voll an. Als er nach einem Kilometer bei 55 Stundenkilometern in Führung liegend merkte, dass ihm Neef nicht folgen konnte, weil diesen die Gruppe eingebaut hatte, war ihm schnell klar, dass er den Vorsprung nicht auf die Laufstrecke retten kann. Dennoch versuchte er es und ließ dabei Kräfte, was ihm anschließend eine bessere Platzierung verwehrte. Er kämpfe und rettete sich als 18. ins Ziel, nur eine Sekunde vor dem für Würzburg startenden Neuseeländer Jay Wallwork.



Für die anderen Forchheimer war im breiten Mittelfeld auf den abschließenden fünf Kilometern zu Fuß noch alles möglich. Die besten Beine hatte Teichmann. Seine Laufstärke brachte ihn auf Platz 34. Eine Minute später kam Türk als 45. ins Ziel, bevor Heilmann auf Rang 51 das Forchheimer Ergebnis komplettierte.



In der Tageswertung sprang für den SSV der zehnte Platz heraus. In der Tabelle rangiert man weiterhin an elfter Stelle, wenngleich der Abstand zum vorletzten dreizehnten Platz auf drei Punkte schmolz. Das Saisonziel Klassenerhalt soll dann beim letzten Rennen im September in Baunatal in trockene Tücher gebracht werden.



Regionalliga, Herren



Eine geschlossene Mannschaftsleistung zeigte die zweite Herrenmannschaft über die olympische Distanz von 1,5 Kilometern Schwimmen, 40 Kilometern Radfahren und zehn Kilometern Laufen bei der vorletzten Station der Regionalliga Bayern in Schongau. Zwar reichte es einzig für Andreas Kalb für eine Top 20-Platzierung, hohe Platzziffern konnten jedoch vermieden werden.



Das Schwimmen lief erwartungsgemäß für die SSVler. Kalb verschaffte sich mit der achtschnellsten Schwimmzeit eine gute Ausgangsposition für die anspruchsvolle Radstrecke. Steffen Lotter und Andreas Maiwald platzierten sich als 17. bzw. 23. in den Verfolgergruppen, in denen sie später auch auf die Laufstrecke wechselten. Lotter’s Radgruppe konnte zwischenzeitlich die Lücke zur Spitzengruppe fast schließen. Doch als die Männer an der Spitze die Konkurrenz im Nacken wahrnahmen, verschärften sie das Tempo um einen Zusammenschluss der Gruppen zu verhindern. So blieb Lotter weiterhin die Rolle im Verfolgerfeld. Kalb hingegen konnte sich in der Spitzengruppe behaupten.



Schmidt verließ als 51. den 16 Grad kalten Lech und erwischte die mittlere Radgruppe gerade noch. Stirnweiß als 54. aus dem Wasser verpasste diese und musste folglich in einer dreiköpfigen Radgruppe viel investieren, um zum Mittelfeld aufzuschließen.  Die verwinkelte Radstrecke, die zweimal über Kopfsteinpflaster durch die zuschauerfreundliche Schongauer Innenstadt führte, verlangte Sportler und Material alles ab.



Auch die abschließenden vier Laufrunden waren von engen Kurven, Treppen und schmalen Wegen entlang der Stadtmauer geprägt. Das tolle Publikum ließ bei herrlichem Wetter die brennenden Beine jedoch fast vergessen. Besonders Kalb erwischte einen guten Tag und krönte seine starke Leistung mit dem 19. Platz. Lotter musste auf der Laufstrecke noch ein paar Konkurrenten vorbeiziehen lassen und kam direkt hinter Maiwald auf Platz 35 ins Ziel.



Stirnweiß wechselte zeitgleich mit Schmidt in die Laufschuhe und vervollständigte nach ordentlicher Laufleistung als 41. das Forchheimer Ergebnis. Schmidt plagten zwar Rückenschmerzen, dennoch gab er nicht auf und überquerte als 49. die Ziellinie.



Auch hier ging es in der Tagesabrechnung derart eng zu, dass nur eine einzelne schlechtere Platzierung ein schlechteres Teamergebnis bedeutet hätte. Am Ende stand für den SSV ein siebter Platz, womit man sich endgültig in der neuen Liga etabliert hat. Vor dem letzten Rennen am 7. August in Regensburg, bei dem auch die Forchheimer Damen um die Meisterschaft in der Bayernliga mitstreiten, liegen die Regionalliga-Herren weiterhin im ersten Tabellendrittel auf Rang 5.



Landesliga, Herren



Zum Traditionsrennen über die olympische Distanz in Hof reiste das dritte Forchheimer Herrenteam mit Wolfgang Gößwein, Harald John, Stefan Leidenberger und Frank Müller. Auch für sie war eine geschlossene Mannschaftsleistung der Schlüssel zum Erfolg. Die neue Schwimmstrecke mit zwei Landgängen absolvierten Müller und John in der Spitzengruppe, von der sich einzig der Kulmbacher Deichsel etwas absetzen konnte. Nach gutem Schwimmen kam Gößwein als 14. aus dem Wasser, Leidenberger folgte als 44.



Die üblichen Rennräder für Ligarennen blieben zuhause, stattdessen schwangen sich die Athleten auf ihre Zeitfahrräder. Das Rennen über die wellige Radstrecke musste individuell gestaltet werden, Windschattenfahren war nicht erlaubt. Doch gleich zu Beginn musste der in aussichtsreicher Position liegende Müller einen Rückschlag wegstecken. Ein platter Reifen kostete ihm wertvolle Zeit. Der erfahrene Athlet setzte sein Rennen jedoch unbeeindruckt fort und kämpfte sich Platz um Platz zurück.



John zeigte auch am Rad seine tolle Form und ging als Siebter auf die Laufstrecke. Gößwein war zwar nicht ganz zufrieden mit seiner Radleistung, er hielt sich jedoch in Schlagdistanz und setzte auf seine Laufstärke. Leidenberger kassierte an Land Konkurrent um Konkurrent und arbeitete sich sukzessive nach vorne.



John (Platz 12, 22:11, 1:15:23, 46:54, 2:24:28) mit Kämpferherz sowie Müller (Platz 14, 21:41, 1:20:08, 43:18, 2:25:07), Gößwein (Platz 16, 24:06, 1:17:24, 44:39, 2:26:09) und Leidenberger (Platz 29, 29:30, 1:16:50, 47:50, 2:34:10) mit toller Aufholjagd auf der Laufstrecke sicherten dem Forchheimer Team erneut den zweiten Platz in der Teamwertung, John und Leidenberger wurden zudem oberfränkische Meister in ihren Altersklassen. Da die SG Tri-Team Kulmbach um den Sieger Deichsel diesmal nur auf den vierten Rang landete, liegt der SSV nun punktgleich mit dem Tri-Team Frankenalb an der Spitze der Tabelle. Die Entscheidung über Aufstieg und Meisterschaft fällt somit beim letzten Rennen am 6. August in Kitzingen.